ABS: Beim Auto gut, beim Investieren hoch gefährlich
Alexander Hahn in Investoren Wissen
vom 11. Januar 2010, 16:00 Uhr
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auch wenn ich eigentlich nicht wirklich ein "Fonds-Freak" bin, so bringt meine Arbeit es doch mit sich, das ich mir immer mal wieder verschiedene Fonds ansehen muss bzw. darf.
Die meisten Papiere langweiligen mich hierbei meist und sind schnell erledigt; es gibt nur wenige Ausschläge nach oben oder wirklich extrem nach unten auf meiner persönlichen Bewertungsskala.
Ein paar gute und interessante Fonds, die Sie zum Beispiel auch für das Fondssparkonzept, das ich Ihnen am letzten Donnerstag und am Freitag hier bei Investoren Wissen beschrieb, einsetzen können, stelle ich Ihnen im Laufe dieser Woche vor.
Zunächst möchte ich aber vor einer Fondsart warnen, die schon wieder viel zu sehr durch die Banken gepushed wird:
"ABS": Ein Kürzel, welches Ihnen bei Fonds sofort sagen sollte, hiervon die Finger zu lassen
Erinnern Sie sich noch an dieses unheilvolle Kürzel? Mag die Abkürzung ABS im Autobereich ja Sicherheit suggerieren, so sollten Sie dies keinesfalls unbewusst auf den Investmentbereich übertragen. Denn was beim Auto das Antiblockiersystem ist und somit ein Sicherheitsmechanismus, ist im Investmentbereich genau das Gegenteil: Ein hocheffektiver Sprengsatz an Ihrem "Portfolio-Tank", der jederzeit hochgehen und damit Ihr Portfolio schädigen bzw. gar zerlegen kann.
Konkret: Das Kürzel "ABS" steht für Asset Backed Securities, also für Kreditverbriefungen. Wenn Sie ein wenig zurückdenken: ABS-Fonds gehörten damals zu den Auslösern der jetzigen Finanzkrise, denn Kreditverbriefungen waren oftmals überhaupt nichts wert.
Aber die Banken kümmert das als in vielen Bereichen eigentliche Herren über die Politik und in Zeiten von "Staatsknete" natürlich herzlich wenig und das riskante Spiel wird somit wieder neu gestartet (Neue Runde, neues "Glück"...).
Die Idee der Anbieter ist dabei darauf zu spekulieren, dass stark unterbewertete ABS-Papiere an Wert gewinnen könnten. Dass dies natürlich extrem riskant ist, muss fast schon nicht mehr erwähnt werden, denn fallen wiederum Schuldner aus, können die Papiere abermals schnell komplett wertlos werden.
Ich empfehle Ihnen daher als Privatanleger, derartige Produkte, die Sie überhaupt nicht von den Zusammenhängen her durchschauen können, auf alle Fälle zu vermeiden. ABS-Fonds sind Wetten: Setzen Sie auf das falsche Pferd, ist ein Totalverlust sehr wahrscheinlich und sehr schnell möglich.
Und darüber hinaus: Meine generelle fundamentale Einschätzung zur US-Wirtschaft und damit auch dem dortigen Immobilienmarkt für die nächsten Jahre kennen Sie inzwischen ja wahrscheinlich alle...
Beste Grüße