Abnehmender Grenznutzen von Öl
Bill Bonner in Kapitalschutz Akte
vom 23. Januar 2012, 07:30 Uhr
ENL5454
Bei Öl nimmt der Grenznutzen ab. Eine moderne Volkswirtschaft ist die Frucht von Erdöl. Aber die Öl verbrennenden Maschinen, welche die Wirtschaft so produktiv machen, wurden fast alle vor meiner Geburt erfunden und in Betrieb genommen, spätestens nach dem Zweiten Weltkrieg. Seit den 1970ern sind die Verbesserungen dieser Maschinen nur gering gewesen...und unzureichend, um die steigenden Kosten von Öl auszugleichen.
Wenn meine Hypothesen korrekt sind, dann wird es in der nächsten Zeit kein signifikantes Wirtschaftswachstum in der entwickelten Welt geben - nicht, solange die Zombies nicht rausgeworfen werden...und/oder ein neuer technologischer Durchbruch die Produktivität dramatisch erhöht.
Ich bin skeptisch, was die neueste Verbesserung bei den Zahlen zum US-Arbeitsmarkt betrifft. Und in Bezug auf die News, dass die Konsumenten in den USA sich wieder verschulden, um ihren Konsum zu erhöhen. Diese Daten sind nicht konsistent mit der "Großen Korrektur".
Die Renditen von US-Staatsanleihen fallen weiter, die Rendite 10jähriger Anleihen ist auf unter 1,9% gefallen. Dies bestätigt die "Große Korrektur", mit anderen Worten.
David Rosenberg dazu:
Jeder fokussiert sich so stark auf die "Schlagzeilen"-Daten, dass sie vermissen, was unter der Oberfläche vor sich geht. Der US-Arbeitsmarkt bleibt in hoffnungslosem Zustand. Vor 30 Monaten hat die Rezession offiziell geendet, und die Zahl der Arbeitsplätze ist um fast 1 Millionen gesunken - alleine um 170.000 in den letzten zwei Monaten!
So etwas gab es noch nie, und es geht nicht darum, dass die Geburtenstarke Generation der "Baby Boomer" den Arbeitsmarkt verlässt. Nein, die werden regelrecht gezwungen, ihre Arbeitskarrieren zu verlängern, weil sie das Einkommen verzweifelt benötigen als Gegenmittel zu ihrem verlorenen Einkommen, welches in den zwei geplatzten Blasen zunichte ging.
Dieses Phänomen spricht dagegen, dass sich Menschen freiwillig aus dem Arbeitsmarkt verabschieden. Was normal ist - im Durchschnitt der letzten 9 Wirtschaftserholungen - wäre, dass es nun 3,5 Mio. neue Arbeitsplätze geben würde. Aber dieses Mal gibt es nicht so viele neue Arbeitsplätze, und die Daten von Challenger zeigen einen Rückgang der Neueinstellungen. Die Arbeits-Partizipations-Rate lag bei 65,7%, als die Rezession endete, und heute liegt sie bei 64% - das ist total verrückt und erklärt, warum die Arbeitslosenquote nun eine bedeutungslose Statistik ist. Sie liegt real näher an der Marke von 12% als die offiziell genannten 8,5%.
Zum ersten Teil von: "Quantitative Easing" - auf europäische ArtZum zweiten Teil von: Über sinkende Einkommen