Ab heute gibt es Ethanol-Futures
Michael Vaupel in Traders Daily zum Thema Agrar-Rohstoffe
vom 26. April 2010, 12:00 Uhr
ENL5454
*** "Brandneu":
Ab heute gibt es in New York ganz neue Futures.
Und zwar solche auf Ethanol, Lieferung in Rotterdam. Das ist der für Europa relevante Ethanolpreis.
Finde ich klasse, denn damit gibt es nun einen sehr interessanten Basiswert mehr.
Die Details der neuen Kontrakte (interessant für Futures-Trader, ansonsten können Sie sich den Beitrag „schenken"!):
Der erste ist einer mit Fälligkeit Mai 2010. Es gibt dann Kontrakte für die jeweils folgenden 24 Monate. Ein Kontrakt bezieht sich auf jeweils 100 Kubikmeter.
Ich denke, es ist nur eine Frage der Zeit, bis europäische Emittenten diesen Ethanol-Future als Basiswert für schöne, hierzulande handelbare Zertifikate nehmen. Ein Hebel-Zertifikat auf den Ethanol-Preis, schön in Stuttgart handelbar, das wäre doch was. Sowohl für Short- als auch für Long-Spekulationen.
Ich behalte das mal im Auge.
*** A propos Stuttgart (da war ich ja auch gerade, Lesertreffen und INVEST)...
dazu schrieb mir Trader´s Daily-Leser Stephan N.:
"Sie haben bisher oft auf Kundenfreundlichkeit der Börse Stuttgart hingewiesen. Ich habe bisher selbst - hauptsächlich - über die Börse Stuttgart gehandelt. Sie WAR auch gut. Nun die Börse Stuttgart hat inzwischen ihre Gebühren dermaßen erhöht, das es für die Trader bald nicht mehr zumutbar ist. Die Tradergemeinde sollte darauf hingewiesen werden! Ich habe inzwischen SCHON meinen LETZTEN Trade an der Börse Stuttgart gemacht. Und, unter diesen Umständen, bleibt es DER LETZTE!"
Meine Antwort:
Nicht mehr zumutbar? Muss jeder für sich entscheiden. Hier die Fakten:
Die Börse Stuttgart behält beim Handel mit Derivaten eine Gebühr von einem Promille ein. Es gibt eine Obergrenze für die Gebühren: 12,18 Euro. Bei Umsätzen über 12.180 Euro greift also die Obergrenzen-Regelung.
Das ist alles. So ist die Sach´. Zu teuer? Ich finde: Mitnichten!
(Da ist es wieder, dieses mein derzeitiges Lieblingswort.)
Ich wünsche Ihnen eine erfolgreiche Woche!
Ihr
Michael Vaupel
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Reiner Kaufmann (26.04. 2010 18:20 Uhr):
Sehr geehrter Herr Vaupel, bezüglich der Handelsgebühren bei der Börse Stuttgart muß ich Ihrem Leser recht geben. Vor Gebührenerhöhung wurde für eine Order in Höhe von 3740,00 € eine Gebühr in Höhe von 0,08 % entspricht 2,99 €. Nach Gebührenerhöhung kostet die gleiche Order 4,45 €. Ich kann Ihren Leser verstehen dass eine Gebührenerhöhung von immerhin 48,83 % auf Widerstand trifft. Zumal in der Vorankündigung der Gebührenerhöhung mit dem Slogan "kleine Orders, kleine Gebühren" geworben wurde. Mit freundlichen Grüssen Ihr treuer Leser.
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