45 Tote US-Soldaten seit dem "Ende der Kämpfe" im Irak
unserem Korrespondenten Bill Bonner in Paris in Investors Daily
vom 17. Juni 2003 18:00 Uhr
ENL5454
*** Es ist heiß. Stickig. Faul. In Paris haben nur wenige Gebäude eine Klimaanlage. Deshalb muss ich hier schwitzen.
Diesen Morgen hing ein halbnackter fetter Mann aus einem Hotelfenster auf der Straße gegenüber. Das ist nicht das Fleisch, das ich suchte, als ich meine Augen aus dem offenen Fenster richtete.
*** Am Wochenende las ich die Wochenendausgaben der amerikanischen Zeitungen, um zu sehen, was der Krieg macht.
"Die US-Truppen halten den Druck aufrecht", so der Beitrag der International Herald Tribune zur Erheiterung. Während der Artikel einräumte, dass es ein "langer, heißer Sommer" in der irakischen Wüste werden könnte, hieß es fast euphorisch: "Der Kampf intensiviert sich, da die GIs irakische Militante suchen."
Aber in der französischen Presse herrschte eine ruhige Sprache vor. Ein Foto auf der Titelseite vom "Le Figaro" zeigte eine Gruppe von amerikanischen Soldaten – nicht im Angriff, sondern in Deckung, auf der Suche nach Scharfschützen. "45 US-Soldaten sind getötet worden, seit George W. Bush das Ende der Kämpfe verkündet hat", betont der Artikel. Harte US-Maßnahmen provozieren mehr und mehr Widerstand, so der Artikel weiter.
"Großer Fehler", zitiert der Artikel einen irakischen General, der die amerikanische Entscheidung kommentierte, sowohl die irakische Armee als auch diverse Milizen aufzulösen. "Die Soldaten gingen mit ihren Waffen zu ihren Stämmen zurück ... die Amerikaner haben 1,5 Millionen Opponenten geschaffen ..."