27. Januar 1944: Blockade von Leningrad beendet
unserem Korrespondenten Bill Bonner in Paris in Investors Daily
vom 28. Januar 2004 18:00 Uhr
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*** "Das Geld fließt weiterhin in diesen Markt", so Street.com. Woher kommt das Geld? Die realen Einkommen sinken doch.
Die Leute werden praktisch dazu gezwungen, mit Aktien zu spekulieren. Die Sparer können es sich in den USA nicht leisten, ihr Geld als Festgeldanlage festzulegen. Die Zinsen, die sie damit verdienen, können beim Zuwachs der Wohn- und Energiekosten nicht mithalten. Deshalb kaufen diese Leute Anleihen geringerer Risikoklasse – sogenannten Junk Bonds –, weil sie verzweifelt nach vernünftiger Rendite suchen.
*** Howard Dean sagt, dass ihm Greenspans "Bereitschaft, sich nach dem politischen Wind zu richten" Sorge bereitet.
*** Amerika braucht ehrliche politische Bezeichnungen, so meine Meinung. Die Wörter "Republikaner" und "Demokraten", "liberal" und "konservativ" haben fast keine wirkliche Bedeutung mehr. George W. Bush ist der ausgabenfreudigste Präsident, den die USA je gesehen haben. Dennoch nennen ihn die Medien "konservativ". Seine Agenda hat mit dem traditionellen, moderaten Konservatismus nichts gemeinsam. Seine Agenda ist vielmehr ein radikales Programm von "Kanonen und Butter", das die Bundessschulden in den nächsten 10 Jahren um 1,9 Billionen Dollar erhöhen wird.
Die Neo-Konservativen sagen uns, dass alle diese Ausgaben die Nation sicherer und freier machen werden. Wenn nur die zukünftigen Generationen, die auf Jahrzehnte hinaus unter den Defiziten von Bush leiden werden, das genauso sehen!
*** Heute halte ich kurz inne ... um den gestrigen Geburtstag von Mozart zu feiern ... und um an das Ende der Blockade von Leningrad im Jahr 1944 zu erinnern.
Hitler und Stalin hatten vereinbart, Polen zu nehmen und unter sich aufzuteilen. Zwei Jahre später griff Hitler die Sowjetunion an. Hitlers bemitleidenswerte Kriegsstrategie forderte Angriffe im Norden, in der Mitte und im Süden der Ostfront – alles zugleich. Nach zwei Monaten war Leningrad (das heute St. Petersburg heißt) umzingelt. Fast 3 Millionen Russen waren eingeschlossen, ohne Zugang zu Essen oder Benzin.
Der Winter 1942 war besonders hart. Die Temperaturen fielen. Es war hart für die Bevölkerung Leningrads. Es gab wenig Brennholz, wenig Nahrungsmittel ... und sogar das Wasser wurde knapp. Bis zum Ende der Belagerung im Januar 1944 waren eine halbe Million Menschen gestorben.
Was für ein Unterschied 60 Jahre machen! Es ist so, als ob dieses Ereignis auf einem anderen Planeten stattgefunden hätte ... oder unter einer anderen Spezies. Wer würde glauben, dass dies passiert ist, während viele der Leser(innen) schon auf der Welt waren ... unter zivilisierten Europäern? Zum Glück, dass wir heute unsere Probleme in Angriff nehmen, bevor es zu spät ist. Wir finden "funktionierende Lösungen". Und alles wird immer besser.