2011 drohen massive Engpässe in der Rohstoffversorgung
Andreas Lambrou in Rohstoff Daily zum Thema Rohstoffe
vom 27. Dezember 2010, 20:00 Uhr
ENL5454
Heute lesen Sie zwei Gastbeiträge von Andreas Lambrou. Miriam Kraus ist morgen wieder für Sie da....
2011 drohen massive Engpässe in der Rohstoffversorgung
Das gesamte Jahr über wurden die Rohstofflagerbestände weltweit abgebaut und liegen heute auf Jahrzehntetiefs. Besonders akut ist der Engpass bei den Seltenen Erden, den Basismetallen - vor allem Kupfer - sowie beim Silber, bei dem die Vorräte, ohne die laufende Produktion, welche gerade 60% der Jahresnachfrage deckt, nur noch 8 Tage reichen.
Die Hälfte der LME Kupferlagerbestände, immerhin ein Anlagewert von über 300 Mio. USD, befindet sich in der Hand der Großbank JP Morgan. 2011 könnte demnach, erstmals seit 2007, wieder ein Jahr werden, in dem erhebliche Engpässe die Rohstoffpreise durch die Decke treiben könnten. Dies birgt vor allem Inflationsgefahren. In China stieg der Inflationspreisindex bereits auf ein 28-Monatshoch und in Indien befürchtet man ebenfalls erhebliche Inflationsgefahren.
Einerseits ist die Inflation für das Realwachstum eher schlecht. Andererseits werden die Notenbanken aufgrund des schwachen Realwachstums aber auch keine straffere Geldpolitik einführen und deshalb lieber ein wenig mehr Inflation zulassen, als ihnen eigentlich recht ist.
Helmut Schmidt pflegte einmal zu sagen: 5% Inflation sind mir lieber als 5% Arbeitslosigkeit". Schlussendlich bekam er dann beides...
Trotz dieser Gefahren bedeutet Inflation aber auch erhebliche Kursgewinne. So richten wir im Tiger&Dragon unsere Empfehlungen seit Jahren auf ein solches Inflationsszenario und explodierende Rohstoffpreise hin aus. Unsere Ausrichtung liegt dabei vor allem auf Asien und den Rohstoffaktien. Denn vor allem die Nachfrage aus Asien wird, trotz der Inflation, weiter zunehmen. Die Basisnachfrage ist also gegeben. Aus diesem Grund werden sich alle mit den steigenden Rohstoffpreisen einhergehenden Probleme" positiv auf das Portfolio unserer Leser auswirken. So gesehen, sind sie vor den Gefahren der Inflation bestens abgesichert.
Das Deflationsszenario sehe ich aktuell nicht als akut an.
Dies wäre nur dann eine Gefahr, wenn plötzlich die Nachfrage weltweit zusammenbrechen würde. Angesichts der großen Nachholeffekte in Asien und dem Modernisierungspotenzial von Lateinamerika und Osteuropa, wo nun erstmals seit 40-50 Jahren wieder ganz langsam investiert wird, sehe ich keine Probleme für die Weltnachfrage.
Aufpassen sollten Sie jetzt aber bei Anleihen. Die Anleihenkurse haben in den letzten Wochen, aufgrund des plötzlichen Umdenkens zum Inflationsszenario hin, jüngst einen dramatischen Renditesprung nach oben vollzogen. Auch die Gefahren eines Scheiterns" des Euro, werden hier teilweise mit eingepreist. Auch wenn ich letzteres als sehr unwahrscheinlich ansehe, jedenfalls solange Deutschland aufgrund seiner "doppelten Kriegsschuld" Zahlmeister der EU bleiben wird.
Noch ein Grund um auf Absicherung zu setzen...
Wie Sie sich absichern können, erfahren Sie zum Beispiel in unserem Tiger&Dragon Chancenreport Silber, indem Miriam Kraus und ich für unsere Leser die besten physischen Silber-Empfehlungen und Silberaktien-Empfehlungen präsentieren.
Herzliche Grüße
Ihr Andreas Lambrou
Hinweis: Auch Sie können an dieser Absicherung teil haben, wenn Sie sich jetzt dafür entscheiden Tiger&Dragon zu testen. Klicken Sie dazu hier: Tiger&Dragon
ähnliche Beiträge:
Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Klaus Morian (28.12. 2010 13:58 Uhr):
Wieso eine doppelte Kriegsschuld- eine dreifache. Die Reparationszahlungen aus dem 30 Jährigen Krieg sind noch offen. Dort hat sich besonders in Preußen. z.T 90 % der Bevölkerung, durch Tod aus der Schuld geschlichen, den Boden für die Räuber- und Mörderbanden zur Verfügung gestellt zu haben. Sippenhaft und Erbschuld scheinen im europäischen Recht eine Grundnorm zu sein. Nun mal in Ernst: Die römischen Verträge beinhalten, jedoch nur die Verpflichtung des Reichen, dem Armen zu helfen. Eine Einzahlung Englands und eine "Erhebung" des "Entwicklungslandes Spanien" zum Industrieland wären andere Möglichkeiten aus Europa ein stabiles Gebilde zu Formen.
Antworten