2007: Schwung für den Dax – in beide Richtungen
Investors Daily zum Thema Dax 30
vom 16. Januar 2007 18:00 Uhr
ENL5454
von Kevin Sternkopf
Liebe Leserinnen, liebe Leser,
Wenn Sie sich das vergangene Börsenjahr anschauen, dann stieg der Dax – zumindest ab Juli – ziemlich monoton aber stetig nach oben. So möchten es die Börsenakteure haben. Meine Prognose für 2007 sieht aber etwas turbulenter aus. Vor allem die statistisch nicht in die langjährigen Reihen passenden Anstiege - wie gerade beim Dax - schreien förmlich nach neu aufkommender Volatilität. Letztere geht of – aber nicht zwingend – mit fallenden Kursen einher. Seien Sie aber auch vorsichtig bei den BRIC-Indizes (Brasilien, Russland, Indien und China), den sogenannten Emerging Markets. Hier zeigen die Intermarket-Indikatoren deutliches Korrekturpotenzial an.
Dax Jahresausblick 2007: Measured Move fast vollendet
Der Dax startete Ende 2004 die zweite Aufwärtswelle „B“ eines Measured Move. Das heißt: Laut meiner charttechnischen Prognosetechnik strebt der Dax die gleiche Länge der ersten Aufwärtsbewegung „A“ (Q1/2003 bis Q1/2004) noch einmal an. Die zweite Aufwärtswelle „B“ des Measured Move wäre dabei rechnerisch bei knapp 6.900 Punkten erreicht.
Bremsender Trendkanal
Ungeachtet des Measured Move-Ansatzes begrenzt derzeit die obere Trendlinie bei aktuell 6.850 Punkten weitere Anstiegsversuche. Diese Widerstandslinie kreuzt Ende Januar das Kursziel von 6.900 Punkten und bildet so ein signifikantes Ziel bzw. einen harten Widerstand aus. Im bevorzugten Szenario erreicht der Dax diese Marke in den nächsten Wochen unter Mithilfe des sechsmonatigen Aufwärtstrends vorzeitig. Kurzzeitige Besuche oberhalb der 7.000er Grenze sind nicht gänzlich ausgeschlossen, ansonsten sollte die Korrektur, ähnlich wie beim S&P500-Index, hart aber herzlich ausfallen und das Jahr 2007 als Seitwärtsjahr verkommen lassen.
Ausblick
Jeder Trend hat mal ein Ende. Entsprechend sehe ich nach neuen Hochs zum Jahresanfang eine deutliche Korrektur bis an die bestehenden Aufwärtstrends. Im Mittelpunkt steht dabei für mich der mittelfristige Aufwärtstrend bei derzeit rund 5.800 Punkten. Bricht dieser, drohen weitere Verluste bis 5.400 Punkte. Die positiven Abschnitte für den Dax dürften Ende des zweiten Quartals bis Ende des dritten Quartals eintreten.
Gute Kurse wünscht
Kevin Sternkopf
Chefredakteur Breakout Trader
Über den Autor:
Kevin Sternkopf ist Chefredakteur des Börsenbriefes BreakOut Trader. Seine Analyse beruht auf einem Trendfolgesystem, der sogenannten Index-Matrix. Diese Matrix hat Kevin Sternkopf selbst programmiert, um mittelfristige Trends (>1-2 Monate) in ausgewählten Indizes aufzuspüren. Das System wurde so konzipiert, dass es Trendwechsel in den Märkten anzeigt.
Bei der Analyse der Märkte verwendet Kevin Sternkopf technische Analysemethoden, allem voran die klassische Charttechnik, Zyklen, Intermarket-Indikatoren. Chartanalogien (nach dem Elliot-Wellen-Prinzip) und die Sentiment-Analyse.
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