2 Wochen Poitou
unserem Korrespondenten Bill Bonner in Investors Daily
vom 23. Dezember 2004 18:00 Uhr
ENL5454
Gestern war in der nördlichen Hemisphäre der kürzeste Tag des Jahres. Hier in Frankreich wurde es aber den ganzen Tag über kaum hell. Die Sonne machte sich nicht die Mühe, herauszukommen. Stattdessen war es am Mittag genauso grau und wolkig wie am Morgen.
Gestern lud ich das Auto voll – beladen mit Geschenken. Dann brachten wir den Pferde-Trailer an, mit dem Pferd meiner Frau Elizabeth. Und dann fuhren wir los, aufs Land.
Wir sind so glücklich. Kaum ein Tag vergeht, an dem ich das nicht realisiere. Letzte Woche reiste ich von einem Kontinent zum nächsten – ich tat so, als würde ich geschäftlich reisen, aber in Wirklichkeit ging ich auf Weihnachtspartys. Diese Woche bin ich zum großen Familientreffen nach Poitou gefahren (südwestlich von Paris), wo wir 2 Wochen bleiben werden. Alleine meine 6 Kinder werden dort sein ... und eine neue Schwiegertochter.
Heute Morgen waren alle Kinder beschäftigt – weil sie eine neue Bibliothek anstrichen. Nun, fast alle Kinder. Henry entschied sich, lieber mit dem Pony auszureiten.
Was für eine herrliche Art, seinen Urlaub zu verbringen – seine eigenen Kinder bei der Arbeit zu beobachten!
Aber Sie lesen den Investor's Daily sicherlich nicht, um dieses faule Geplapper zu lesen, oder?
Nein, Sie lesen den Investor's Daily, weil Sie herausfinden wollen, was Sie von den Finanzmärkten der Welt erwarten können.
Wenn ich das nur wüsste! Ich kann Ihnen nicht sagen, was passieren wird. Aber zumindest kann ich Ihnen sagen, was ich denke, was passieren sollte.
Der Dow Jones steigt und steigt. Entweder habe ich Unrecht ... oder der Dow Jones. Irgendjemand macht da einen Fehler. Natürlich ... laut der Theorie der effizienten Märkte kann der Markt keinen Fehler machen. Das ist wie bei einer Demokratie. Es gibt keine höhere Autorität als die Wähler ... oder die Wählermassen. Was immer die auch entscheiden, das soll perfekt sein.
In den USA haben sie Wilson, Lincoln und Bush den Jüngeren gewählt – nur um einige Missetaten zu erwähnen. Auch Investoren können sich irren – erinnern Sie sich noch an Enron, Webvan und Global Crossing?
Natürlich mache auch ich von Zeit zu Zeit Fehler. Ich könnte auch diesmal falsch liegen. Jedes Mal, wenn der Dow Jones steigt, sieht es mehr so aus, als ob ich falsch liege.
Aber ich denke weiterhin, dass die Situation ein bisschen so ist wie Napoleons Angriff auf Moskau. Mehr dazu im nächsten Beitrag!