2 Fonds, die Ihr Portfolio auf "Grand Tour" schicken
Alexander Green in Investoren Wissen zum Thema Fonds
vom 15. Mai 2007 16:00 Uhr
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Liebe Leser,
Unsere Oxford Club Grand Tour setzt sich in Italien fort. Bisher haben wir Venedig, Florenz, die Toskana und Rom besichtigt, die historischen Aussichten genossen und die lokale Küche getestet. Italien ist natürlich ein Land, in dem das Essen köstlich ist, aber der Service sehr wechselhaft. (Das bedeutet, Ihr Weinglas ist nie leer und Ihre Kaffeetasse nie voll.)
Wie Sie vielleicht wissen, datiert die Tradition der Grand Tour im 17. Jahrhundert. Zu dieser Zeit war die Ausbildung eines Gentleman nie abgeschlossen ohne eine Tour durch die größten Städte Europas. (Ich sage die Ausbildung eines Gentleman, weil Frauen zu der Zeit vorwiegend davon ausgeschlossen waren. Unsere Tour-Gruppe ist eher aufgeklärt und reist mit einigen reizenden Damen.)
Vor zwei Tagen erreichten wir Rom und bisher haben wir das Kolosseum, das Forum Romanum und einige andere Sehenswürdigkeiten der Ewigen Stadt besichtigt. Am Montag statteten wir dem Vatikan einen Besuch ab. Man kann sich kaum eine größere Kunstsammlung irgendwo auf der Welt vorstellen. (Und erinnern Sie sich daran, letzte Woche waren wir erst im Louvre.) Die Teppiche und Freskos sind wundervoll. Die Gemälde gehören zu den exquisitesten Werken der Renaissance. Die klassischen Skulpturen sind überwältigend. Und die sixtinische Kapelle ist ein Erlebnis, das man nur einmal im Leben hat. (Andererseits würde ich die Pizza im Vatikan nicht gerade göttlich inspiriert nennen.)
Natürlich hat unsere Investorengruppe immer einen Blick auf die europäischen Finanznachrichten.
Die globalen Märkte übernehmen das Spiel
Es war insbesondere interessant zu sehen, dass Sarkozy die französischen Wahlen gewonnen hat. Wird er wirklich die aufgeblähte französische Staatsbürokratie aufbrechen und die freie Wirtschaft von dem Würgegriff der rigiden Arbeitsgesetze befreien? Wer kann das schon sagen? Auf jeden Fall sollten wir ihm Glück wünschen. Schließlich würde ein Aufschwung des internationalen Wachstums auch der amerikanischen Wirtschaft helfen.
Bedenken Sie, dass die Wirtschaft der USA gerade einmal mickrige 1,3 % im ersten Quartal gestiegen ist. Das ist nicht gerade der Stoff für Träume für Kapitalanleger, obwohl sich der Markt angesichts der Lage gut hält.
Warum? Während die Wachstumsraten der Vereinigten Staaten in den letzten Quartalen zurückgingen, haben die ausländischen Wirtschaften das Spiel in die Hand genommen. Indien boomt. Die chinesische Wirtschaft ist immer noch überschwenglich. Und sogar die europäische Zentralbank und Japan erhöhen die Zinsen, um ihre ehemals leidenden Wirtschaften vor Überhitzung zu schützen.
Es war diese erwartete starke Performance der internationalen Ökonomien, die uns dazu veranlasste, vor fünf Jahren unser Oxford Asset Allocation Model anzupassen und die Hälfte des Portfolios mit internationalen Aktien zu bestücken. Einige Anleger waren zu der Zeit skeptisch. Sie glaubten, dass es zu ambitioniert sei, die Hälfte Ihres Portfolio mit ausländischen Aktien zu füllen. Immerhin hat sich dieser Zug ausgezahlt.
Der International Index (Morgan Stanley EAFE Index) hat die Performanz des S&P 500 in den letzten fünf Jahren verdreifacht. Und der Emerging Markets Index konnte ihn sogar versiebenfachen.
Die Entkopplung der internationalen Ökonomien von der trägen US-Wirtschaft – und das stetige Sinken des Dollar – macht es immer noch zu einer guten Zeit, einen Teil Ihres Portfolios mit ausländischen Aktien bzw. Fonds zu bestücken.
Hier folgt ein schneller Tipp für alle, die noch nicht oder nur wenig im Ausland investiert sind.
Stecken Sie einfach ein paar Dollar in zwei börsennotierte Fonds, iShares MSCI EAFE Index (NYSE: EFA) für die entwickelten Märkte und iShares MSCI Emerging Markets Index (NYSE: EEM) für die Märkte der Schwellenländer.
Diese Fonds besitzen fünf signifikante Vorteile…
1. Sie bieten mit nur einer Investition eine sofortige Diversifizierung.
2. Sie können Stopp-Orders setzen, Limit-Orders oder sogar intraday verkaufen, was bei Investmentfonds nicht möglich ist.
3. Sie bieten Ihnen Zugang zu Fremdwährungen. (Das bedeutet, dass sie mehr wert werden, wenn der Dollar sinkt.)
4. Sie haben beide ein geringes Kosten/Ertragsverhältnis, insbesondere im Vergleich zu den vergleichbaren gemanagten Fonds in diesem Bereich.
5. Und schließlich sind sie sehr steuerfreundlich. (Anmerkung der Redaktion: für Amerikaner)
Sicherlich gibt es noch bessere Anlagemöglichkeiten wie ausländische Aktien und ADRs (American Depository Receipts). Aber für konservative Anleger mit zu wenig Geld für eine Diversifizierung außerhalb der USA sind diese Fonds ein guter erster Schritt.
Viel Erfolg,
Alex