137 % Plus in 2 Jahren
J. Christoph Amberger in Baltimore in Traders Daily
vom 01. Juni 2005 12:00 Uhr
ENL5454
Ein paar Zahlen: Die US-Konsumausgaben stiegen im April um 0,6 %, nach +0,9 % im März, laut dem Handelsministerium.
Die Einkommen der Amerikaner stiegen um 0,7 %, nach 0,5 % im Monat zuvor. Verglichen mit April 2004 stiegen sie um beeindruckende 7,4 % – getrieben von einem 7,6 %igen Plus bei Löhnen und Gehältern.
Und das, während die Bären enthusiastisch von den chinesischen Arbeitern sprechen, deren Stundenlohn von 0,66 Cent um 10 bis 15 % gestiegen ist, während sie die amerikanischen Einkommen als "stagnierend" bezeichnet haben ...
*** Gestern hat unser Mann in Chicago, Bryan Bottarelli, den größten Teil des Tages mit der Auswertung von Berichten verbracht, nach denen der New Yorker Staatsanwalt Eliot Spitzer die American International Group (AIG:NYSE) verklagt.
Bryan schreibt: "In der Klageschrift steht, dass AIG betrügerische Transaktionen genutzt hat, um die Bilanz zu manipulieren und Finanzamt und Investoren zu täuschen. Es sieht so aus, als ob der ehemalige Vorstandsvorsitzende von AIG, Maurice 'Hank' Greenberg, und der Ex-Finanzvorstand Howard Smith bald Angeklagte in einer Zivilklage sein könnten."
"Ich habe auch den Chart dieser Aktie analysiert: Laut meiner Untersuchung begann die gerichtliche Untersuchung am 14. Februar. In den nächsten 2 Monaten fiel der Kurs von 71,49 Dollar auf 50,00 Dollar, was einem Verlust von 31 % entspricht. Ich habe so etwas schon früher gesehen. Ein paar Monate vorher wurde Marsh & McLennan (MMC:NYSE) Versicherungsbetrug vorgeworfen. In den nächsten paar Tagen fiel die MMC-Aktie von 46,00 Dollar auf 27,00 Dollar."
"Insgesamt haben Marsh & McLennan und AIG 38 Milliarden Dollar Marktkapitalisierung verloren. Und jeder, der Put-Positionen auf AIG oder MMC hält, sah den Wert dieser Positionen um Faktor 2, 10 oder sogar 40 steigen ... vielleicht sind einige zu Millionären geworden."
"Es ist dieses Potenzial, das mich dazu gebracht hat, mich näher mit solchen Fällen zu beschäftigen. Die News konzentrieren sich auf die Klage gegen AIG, aber meine Frage ist: Wer ist als nächstes dran? Mit ein bisschen Recherche habe ich eine Liste von börsennotierten Unternehmen gefunden, die sich auf der Liste der Staatsanwaltschaft befinden."
*** Natürlich sind gerichtliche Untersuchungen nur eine Quelle für eine Marktturbulenz, die eine Aktie explosiv fallen lassen kann. Verkaufssignale kommen manchmal durch andere Ereignisse zustande. So können Abonnenten des "Value Edge" besonders dem FBI für einen Gewinn im dreistelligen Prozentbereich danken. So William "Brad" Colburn von Value Edge, der mir gestern schrieb:
"Als ich heute ins Büro kam, meinte mein Kollege Andrew Snyder: 'ORB hat Probleme'. Und in der Tat, Orbital Sciences (ORB:NYSE) kündigte an diesem Tag an, dass das FBI Durchsuchungsbefehle für die ORB-Filialen in Virginia und Arizona hatte."
"Offensichtlich denkt das FBI, dass da mit den Geschäften von ORB etwas nicht stimmt. Es gibt bis jetzt noch keine weiteren Details. Aber das hat schon gereicht, um den Aktienkurs innerhalb kürzester Zeit um 20 % fallen zu lassen."
"Da ich ein lockerer Typ bin, sah ich mir in aller Ruhe die Lage an. Dann empfahl ich unseren Lesern, ihre ORB Aktien für 9,50 Dollar zu verkaufen. Das war immer noch ein Gewinn von 137 %."
"Die FBI-Geschichte ist nur der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen gebracht hat. Nachdem wir ORB nun über zwei Jahre lang gehalten haben und der Kurs sich mehr als verdoppelt hat, ist diese Aktie nun überbewertet. ORB hat seinen Zweck erfüllt. Wir haben den Gewinn mitgenommen."
"Vor zwei Monaten riet ich meinen Lesern, bei ORB ein paar Gewinne mitzunehmen. Damals konnten sie einen Gewinn von 164 % realisieren. Nun haben wir diese Position komplett verkauft – aber sie wird schnell ersetzt werden. Es gibt einen großen Pool von Aktien, die nur darauf warten, von uns gekauft zu werden."