Wie man sich auf legale Weise die US Finanzbehörde vom Leib hält
Alex Green in Traders Daily
vom 22. Oktober 2008, 12:00 Uhr
ENL5454
Es ist gar nicht so schwer. Das folgende müssen Sie dazu wissen...
Ihre steuerlichen Verpflichtungen werden sowohl von der Steuerklasse als auch davon abhängig sein, wie groß der Teil ihres Portfolios ist, der sich außerhalb eines qualifizierten Rentenplans befindet. Ich werde zwei unterschiedliche Szenarios durchspielen, so dass Sie leicht die Strategie ermitteln können, die am ehesten Ihrer Situation entspricht.
Wir wollen mit dem einfachsten Szenario anfangen. Wenn sich Ihr gesamtes langfristig angelegtes Geld in einem steuerbegünstigten Konto wie dem IRA, Keogh, 401 (k), 403 (b), einem privaten Rentenplan oder einer Jahresrente befindet, dann brauchen Sie nicht mehr zu schwitzen.
Sie sind sicher vor dem Steuermann, bis Sie anfangen, das Geld vom Konto abzubuchen. Wenn all ihr langfristiges Geld in einem solchen Plan steckt, dann kommen Sie ungeschoren davon.
Aber wenn Sie so sind, wie die meisten Investoren, dann ist ihre persönliche Situation sicher etwas komplexer. Sie haben vermutlich sowohl innerhalb als auch außerhalb der Rentenkonten liquide Anlagewerte. In diesem Fall müssen sie ihr Anlageportfolio steuerlich manipulieren.
Der erste Tagesordnungspunkt besteht darin, dass Sie die richtigen Investitionen in die richtigen Konten packen, um die Gewinne nach Abzug der Steuern zu maximieren. Sie müssen dazu die steuerlich ineffizientesten Bestände auf ein Konto mit gestundeten Steuern und die verbleibenden Bestände auf ein besteuertes Konto packen.
So sind beispielsweise die Immobilieninvestmentgesellschaften (REITS) steuerlich hochgradig ineffizient. Ein Großteil der Erträge wird in Form von Dividenden ausgeschüttet und die sind über den Einkommensteuersatz zu versteuern und nicht zum 15% Satz für die Firmendividenden.
Ein weiterer steuerlich ineffizienter Anlagewert sind die ertragsreichen Anleihen. Hier stammt ein Großteil der Erträge aus dem Zinseinkommen - und die sind vollständig steuerpflichtig. Ein Junk-Bond wird normalerweise auch von Zeit zu Zeit Kapitalgewinne ausschütten. Also sollten Sie diese auf das gestundete Konto packen, wenn möglich.
Ebenso sind die inflations-geschützten Wertpapiere (TIPS) steuerlich sehr ineffizient.
Die halbjährlichen Zinsausschüttungen aus den TIPS sind abgabepflichtig, genauso wie andere Schatzpapiere. Doch werden die Anleger auch auf die Inflationsanpassungen für das Kapital besteuert, eine Situation, die man normalerweise als Besteuerung des „Phantomeinkommens" bezeichnet.
Aus diesen Gründen sollte man auch die inflationsangepassten Wertpapiere auf dem Konto der gestundeten Steuern halten.
Hochwertige Unternehmensanleihen erbringen auch abgabenpflichtiges Einkommen. Auch sie sollten auf letzteres Konto wandern.
Fortsetzung morgen, hier im Trader´s Daily!