...doch rechtfertigt sie die starke Preisentwicklung?!
Miriam Kraus in Rohstoff Daily zum Thema Rohstoffe
vom 07. August 2007 20:45 Uhr
ENL5454
Rhodium ist ein Bestandteil von Automobilkatalysatoren. Das Metall ist in der Lage die giftigen Stickoxid – Emissionen in Stickstoff umzuwandeln.
Der größte Teil des weltweit produzierten Rhodiums wird also von der Automobilindustrie nachgefragt.
Die Nachfrage entspricht etwa 87 % des jährlich produzierten Rhodiums.
Der Rest wird als Bestandteil der Katalyse in der chemischen Industrie, sowie als Zusatz in Platin – und Palladiumlegierungen verwendet.
Die US Automobilindustrie…
..nutzt 60 % der jährlich weltweit produzierten 25 Tonnen an Rhodium. Das entspricht also 15 Tonnen jährlich.
Aber was ist mit dem Rest der Automobilindustrie ? Was ist mit Europa und Japan, mit den wachsenden Schwellenländern, mit Südkorea, China und Indien?
Entscheidend ist nämlich ein sehr interessanter Punkt: Die Europäische Automobilproduktion ist im gesamten größer als die der USA!
Man könnte jetzt natürlich annehmen, dass die Europäer, genauso wie die stark wachsenden Asiaten – die natürlich auch kein Auto ohne Katalysator auf dem US-amerikanischen oder europäischen Markt verkaufen können- einfach jedes Jahr den Kürzeren ziehen, gegenüber den USA.
Aber ganz so einfach ist das wohl nicht….Ich traue den Amerikanern ja viel zu, aber nicht, dass sie uns das Rhodium klauen.
Ich glaube, sowohl die europäische, als auch die japanische Automobilindustrie nutzt einfach weniger von dem Metall.
- Zu diesem Zweck muss ich ihnen an dieser Stelle von der selektiven katalytischen Reduktion berichten. Diese Katalyse nutzt ur Reduktion von Stickstoff, neben Titandioxid und Vanadiumpentoxid auch Wolframoxid. Diese Technik hat den Vorteil, dass sich kein Kraftstoffmehrverbrauch mehr einstellt. –
Was ich Ihnen damit sagen will?! Es gibt noch Substitutionsmöglichkeiten zum Rhodium.
Wenn Sie diese Überlegung mit einbeziehen, wird klar warum ich sagen, dass die Nachfrage aus der Automobilindustrie, die sicher steigend ist- die Produktion stieg in den letzten 25 Jahren von 6 Tonnen auf 25 Tonnen – kein Indikator für den massiven Preisanstieg von 2900% ist.
Mal ganz abgesehen davon ,dass eine Nachfrage, die einen derartigen Preisanstieg auslöst so immens sein muss, dass die Produzenten keine andere Wahl haben, als die Produktion auszuweiten.
Das aber ist offensichtlich nicht geschehen, denn dann hätten wir einen massiven Preisrückgang im Platin, das Metall mit welchem Rhodium meist zusammen gefördert wird, beobachten müssen.
So long liebe Leser…wenn Sie wissen möchten, worin ich den Grund für die massiven Preissteigerungen sehe, lesen Sie morgen weiter…
Ihre Miriam Kraus
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